Sonntag, 16. September 2012

Wieso eigentlich New Tribes Mission (NTM)?

Eine Frage, die wir hier oft zu hören bekommen ist, wie wir eigentlich zu NTM
 (New = Neue, Tribes = Stämme, d.h. eine Mission, die sich auf neue/unerreichte Stämme konzentriert) gekommen sind. Wir durften hier schon einige Male davon berichten und wollen jetzt auch anderen interessierten Lesern davon berichten.

"Mission" war für Rita schon seit vielen Jahren ein Herzenswunsch. Sie hat schon lange gehofft, in der weltweiten Missionsarbeit mithelfen zu dürfen und als sie 2006 in Kasachstan war und im Kinderheim mitgeholfen hat, bekam sie einen kleinen Einblick in diese Arbeit. Auch danach wollte sie nochmal ins Ausland, diesmal in ein afrikanisches Land, doch ihre Mutter sagte sinngemäß: "Wenn du verheiratest bist, kannst du das mit deinem Mann machen". Von der Missionsgesellschaft NTM hat Rita in erster Linie von mir erfahren.

Während meines Zivildienstes in Kasachstan habe ich von NTM durch eine DVD erfahren. In dieser DVD kann man sehen, wie Missionare in einem Stamm (Taliabo in Indonesien) gearbeitet haben, was hinter dieser Arbeit steckt und wie diese Menschen zum ersten Mal das Evangelium in ihrer Sprache hören konnten. Das war für mich echt überwältigend. Es wurde mir zum ersten Mal wichtig, dass Menschen, die noch nie das Evangelium in ihrer Sprache gehört haben, eine Chance bekommen sollen. Seit diesem Augenblick ist mir die Arbeit unter unerreichten Völkern ans Herz gewachsen und ich hatte seitdem einen gewissen inneren Druck und Verantwortung für diesen Dienst verspürt.

[Der Bruder von einem der Missionare unter den Taliabo ist einer unserer Lehrer. Unsere Jugendgruppe in Soest beschäftigt sich außerdem mit dem Buch "Roter Faden durch die Bibel", was der zweite Missionar, Stephen Lonetti, in dem Stamm geschrieben hat.]

Eine Möglichkeit, NTM persönlich kennen zu lernen, ergab sich durch das Studium. Im Anglistikstudium musste jeder mindestens sechs Wochen in einem englischsprachigen Land verbringen und ich habe NTM gefragt, ob sie uns etwas anbieten konnten. Obwohl uns keiner von NTM kannte, haben sie uns gerne weitergeholfen und einen Platz hier in England vermittelt. So waren wir dann 2010 im Sommer hier und durften in erster Linie im praktischen Bereich mithelfen. 
In diesen sechs Wochen hatten wir viele Gespräche und Anregungen bekommen und wir waren innerlich überzeugt, dass wir auch diesen Weg einschlagen sollten. Es war keine spontane Entscheidung, sondern Gott hat uns dahin geführt.

Auch wenn wir jetzt bei NTM die Bibel- und Missionsschule durchlaufen, ist unsere Zukunft noch offen. Deshalb haben wir auch als Mottovers den Spruch aus Jeremia 42,3 gewählt. Wir wollen durch unsere und eure Gebete erfahren, welchen Weg Gott für uns geplant hat.






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